Eine Utopie des Helfens

Wege aus der globalen Krise

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Gegen Profit und Heuchelei: Für Hilfe, die wirklich hilft! Ein Bettler in der Fußgängerzone: Spenden oder nicht? Helfen auf diese Art ist immer zweischneidig: Man hilft kurzfristig und hat ein gutes Gewissen. Langfristig ändert man aber nichts. Thomas Gebauer – der mit dem Tage der Utopie-Referenten von 2009 Ilija Trojanow – das gleichnamige Buch geschrieben hat, hinterfrägt die vielen Facetten der Wohltätigkeit, von den Aktivitäten der Superreichen über die staatlichen Hilfen bis hin zu lokalen Initiativen. Ausgehend von konkreten Beispielen aus der ganzen Welt, die in Originalreportagen u.a. aus Sierra Leone, Pakistan oder Guatemala beschrieben werden, durchdenkt er das ganze System des Helfens und zeigt, was funktioniert und was nicht. Denn eines tut Not: ein kritischer Hilfsbegriff, der zur Selbsthilfe animiert und dennoch grundsätzliche Veränderungen ermöglicht.

 

Thomas Gebauer ist ein international renommierter Experte für Frieden und Sicherheit. Er war einer der beiden Initiatoren der 1997 mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichneten »Internationalen Kampagne zum Verbot von Landminen«. Seit 1996 ist er Geschäftsführer der Hilfsorganisation »medico international«. Dort formulierte er u.a. »Zehn Thesen für eine andere Hilfe«, Gebauer sagt, die Welt leidet nicht an zuwenig Hilfe, sondern an Verhältnissen, die immer mehr Hilfe nötig machen. 2014 wurde er mit der Goetheplakette der Stadt Frankfurt am Main ausgezeichnet.

Einführung Walter Schmolly, Direktor Caritas Vorarlberg

In Kooperation mit connexia – Gesellschaft für Gesundheit und Pflege

 

Zum Beitrag von Mirjam Steinbock >