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Ö1 Radiosendung »Im Gespräch« mit Andreas Weber

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Lebendigkeit

Eine erotische Ökologie

Nach seinem Erfolgstitel »Alles fühlt« stellt der Biologe und Philosoph Andreas Weber in seinem neuen Buch eine brisante These auf: Kann es sein, dass unser Planet derzeit weniger an einer Umwelt- oder Finanzkrise leidet, sondern an einem Mangel an Liebe seiner Bewohner? Liebe und Erotik nicht verstanden als kitschiges Gefühl, sondern als unbändige Kraft der Fülle und schöpferischen Energie. Klug und überraschend, auf philosophische wie auf ganz alltagspraktische Weise geht Weber der Frage nach, wie wir die Welt berühren und uns von der Welt berühren lassen. »Wir lieben oft falsch, sagt Andreas Weber. Denn Liebe ist kein Gefühl, sondern ein Austausch von Gaben.«

»Wer bin ich?« Diese ewig aktuelle, immer wieder neu sich stell ende Grundfrage des Menschseins erforsche ich ganz alltagsnah und lebenspraktisch im Hinblick auf unsere Lebendigkeit: Worin besteht sie? Und wie können wir sie steigern? (...) Um darauf eine Antwort zu geben, entwickle ich meine ›erotische Ökologie‹. Mit deren Hilfe können wir in eine neuartige Beziehung zur uns umgebenden Natur, zu unseren Mitmenschen und nicht zuletzt zu uns selbst eintreten. Das setzt voraus, dass wir uns von der Welt wirklich berühren lassen und wir unsererseits die Welt berühren. Ein intensiv geführtes Leben wird so gleichbedeutend mit einer Praxis der Liebe.«

Vortrag und Musik
Matinee: Sonntag, 26. April 2015, 10.00 Uhr
(Kinderbetreuung möglich, wir bitten um Anmeldung.)

 

Andreas Weber studierte Biologie und Philosophie. Er promovierte über »Natur als Bedeutung. Versuch einer semiotischen Theorie des Lebendigen«. Seit 1994 schreibt er als Journalist unter anderem für GEO, Merian, Die Zeit oder die Frankfurter Allgemeine Zeitung. Andreas Weber arbeitet als Schriftsteller, Journalist, Dozent und Politikberater. Er lebt mit seinen zwei Kindern in Berlin und in Varese, Ligurien.