Utopia in Concert

Konzert des All-Star Ensembles der »Tage der Utopie«. Ein einzigartiges Zusammenspiel herausragender Künstlerpersönlichkeiten zeitgenössischer Musik aus ganz Europa.

Die einzelnen Abende der Woche werden jeweils von einem der Musiker federführend gestaltet. Am Mittwoch gibt es ein gemeinsames Konzert. Seit den ersten »Tagen der Utopie« im Jahr 2003 verbinden wir die vorgestellten Zukunftsbilder mit Neuer Musik. Dies ist eine der unverwechselbaren Charaktereigenschaften der Programmatik und Atmosphäre des Festivals. Zu jeder Woche seit nunmehr 14 Jahren haben wir Musikerinnen und Musiker eingeladen, auf die sechs Themenabende mit jeweils zwei eigens dafür komponierten Stücke zu reagieren und hier selbst uraufzuführen. Sie verbringen die ganze Woche vor Ort in Arbogast, proben und spielen ihre Werke ein – oft in der Kapelle und meist nachts, weil es dann für die Aufnahme leise genug ist – die wir auf CD dokumentieren.

Durch dieses besondere »Artist in Residence-Programm« sind freundschaftliche Beziehungen zu außergewöhnlichen Künstlern in ganz Europa und darüber hinaus entstanden. Zu den achten »Tagen der Utopie« gibt es nun ein Wiedersehen.

Utopia in Concert
Mittwoch, 26. April 2017, 19.00 Uhr

Wir haben alle eingeladen und diese Musikerinnen und Musiker sind unserem Ruf gefolgt:

Peter Herbert, Kontrabass, Tage der Utopie 2003
Der in Paris lebende Vorarlberger Kontrabassist und Komponist spielt als Interpret Solokonzerte in unterschiedlichen Duo's und ist ein gefragter »Sideman« diverser Jazzformationen. Mit mehr als 150 CD-Aufnahmen ist seine Arbeit auf diesem Gebiet dokumentiert. Als vielseitiger Komponist schreibt er für verschiedene Orchester und Kammermusikensembles. Seit 2007 unterrichtet Peter Herbert an der Anton Bruckner Privatuni in Linz.

Peter Madsen, Klavier, Tage der Utopie 2003/2005
Peter Madsen ist ein US-amerikanischer Jazz-Pianist. In den 198oer-Jahre tourte er mit Stan Getz durch die USA und Europa, regelmäßig spielt er mit verschiedenen Größen der internationalen Jazz-Szene zusammen. Peter Madsen hat mehr als 500 Kompositionen geschrieben und auf über 100 Alben veröffentlicht. Seit einigen Jahren lebt er teils in New York, teils in Vorarlberg. Er unterrichtet unter anderem am Jazzseminar in Dornbirn und gehört durch seine Schülerinnen und Schüler und diverse Ensemblegründungen heute zu den einflussreichsten Musikerpersönlichkeiten des Landes.

Carol Robinson, Klarinette, Tage der Utopie 2005
Die französisch-amerikanische Komponistin und Klarinettistin beschäftigt sich mit Sound, Ausdruck und Kommunikation. Sie interpretiert als Solistin sowohl klassische, zeitgenössische als auch experimentelle Musik in Konzerthäusern und Festivals auf der ganzen Welt. Als Komponistin arbeitet sie mit Choreographen, Video-Künstlern und Musikern unterschiedlichster Richtungen zusammen. Auf ihren CD-Aufnahmen beim renommierten New Yorker Label »MODE« interpretiert sie Werke von Komponisten wie Scelsi, Nono oder Berio.

Garth Knox, Viola, Tage der Utopie 2007
Garth Knox, in Irland geboren, gehört zu den international herausragenden Bratschisten. Er arbeitete eng mit Komponisten wie Ligeti, Xenakis, Stockhausen, Cage und anderen zusammen und gab zahlreiche Erstaufführungen ihrer Werke. Viele Jahre war er Mitglied in Pierre Boulez’s Ensemble InterContemporain sowie Bratschist im renommierten Arditti String Quartet. Garth Knox lebt in Paris, wo er als Komponist arbeitet und als Solist sowohl Alte als auch Zeitgenössische Musik interpretiert.

Frances-Marie Uitti, Cello, Tage der Utopie 2011
Die Cellistin und Komponistin Frances-Marie Uitti fügte dem Cello eine neue Dimension hinzu. Mit zwei Bögen in einer Hand erlaubt ihre Technik zur selben Zeit legato und artikuliert zu spielen. Der Londoner Guardian schrieb über sie: »Uitti is the world's most influential avantgarde cellist.« Sie gibt Meisterklassen in Harvard, Yale oder Stanford und ist Gründerin der Bhutan Music Foundation, die die traditionelle Musik des Himalayakönigreiches bewahrt und fördert.

Pascal Contet, Akkordeon, Tage der Utopie 2013
Pascal Contets Konzerte sind sowohl historische als auch akustische Abenteuer. Er wandert vom barocken Domenico Scarlatti, über Franz Schubert bis zu Astor Piazolla. Contet ist ein Meister der Improvisation und zeitgenössische Komponisten wie Franck Bedrossian, Bernard Cavanna, Bruno Mantovani widmeten ihm eigene Stücke. Seine letzten preisgekrönten CD-Einspielungen sind u.a. beim renommierten Label Harmonia Mundi erschienen.

Produktions- und Aufnahmeleitung: Robert Bernhard